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Regionale Kooperation und Wissenschaftsdiplomatie: Das Netzwerk bei der Amazon Week 2026 in Berlin vertreten

Juni 8, 2026 | Forschungsnetzwerk

Im Rahmen der Amazon Week 2026 wurde Berlin zum Schauplatz eines entscheidenden Dialogs für die klimatische Zukunft Südamerikas. Unter dem Titel „Grenzen des Feuers: Regionale Kooperation zum Schutz des Amazonasgebiets angesichts eines neuen Zyklus des Klimarisikos – El Niño 2026–2027“ brachte die Veranstaltung hochkarätige Akteure zusammen. Dieses Treffen wurde von der Botschaft von Kolumbien in Deutschland und der Organisation des Amazonaspaktes (OTCA) initiiert, mit der wertvollen Unterstützung der deutschen Zusammenarbeit – durch das CoRAmazonia-Projekt der GIZ Brasilien –, der Interamerikanischen Entwicklungsbank (IDB), des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie der Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA).

Das Treffen, das am vergangenen Dienstag, dem 2. Juni, stattfand, brachte diplomatische Vertreter, internationale Organisationen, Fachleute und Wissenschaftler zusammen. Ziel war es, die Auswirkungen des Klimawandels zu erörtern und den Risiken im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Zyklus des El-Niño-Phänomens vorzubeugen. Es wird prognostiziert, dass dieses Phänomen die Dürreperioden und die Wahrscheinlichkeit von Waldbränden in der Amazonasregion drastisch erhöhen wird, weshalb ein frühzeitiges und koordiniertes Handeln von grundlegender Bedeutung ist.

An der Eröffnungszeremonie nahmen die Botschafterin von Kolumbien in Deutschland, I.E. Yadir Salazar Mejía, sowie diplomatische Vertreter aus Brasilien, Peru, Costa Rica und Venezuela teil. Während der Konferenz unterstrich der Generalsekretär der OTCA, Martín von Hildebrand, die Dringlichkeit einer regionalen Kooperation, um die Prävention, Vorsorge und Reaktion auf Waldbrände zu optimieren. Darüber hinaus wurden die Fortschritte beim Aufbau einer regionalen Architektur für das Integrierte Feuermanagement hervorgehoben. Diese stützt sich auf das Amazonas-Netzwerk für Integriertes Feuermanagement (RAMIF) und das Regionale Amazonas-Observatorium (ORA) – Ansätze, die das Monitoring, das Wissensmanagement und den Kapazitätsaufbau zwischen Ländern, Institutionen und lokalen Gemeinschaften priorisieren.

Teilnahme der kolumbianischen Diaspora

Von links nach rechts: Dr. Walter Acevedo, PhD in Geowissenschaften, und Dr. Andrea Clavijo, PhD in Mikrobiologie, Vertreter des kolumbianischen Diaspora-Forschungsnetzwerks in Deutschland – RIDCA

Eine wesentliche Säule dieser Veranstaltung war es, die untrennbare Verbindung zwischen Diplomatie und der wissenschaftlichen Expertise von Kolumbianerinnen und Kolumbianern im Ausland sichtbar zu machen. In Vertretung des Netzwerks für Forschung der kolumbianischen Diaspora in Deutschland (RIDCA) nahmen Dr. Walter Acevedo (Geowissenschaften) und Dr. Andrea Clavijo (Mikrobiologie) teil, die während der Veranstaltung wichtige Impulse und Beiträge leisteten. Ihre fachliche und akademische Beteiligung bekräftigte das Engagement unserer wissenschaftlichen Gemeinschaft, konkrete Lösungen für globale Klima- und Umweltherausforderungen beizusteuern und die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Amazonasregion nachhaltig zu stärken.


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