(Frankfurt am Main, 11. Oktober) – In einer Atmosphäre der Integration und des konstruktiven Dialogs feierte das kolumbianische Generalkonsulat in Frankfurt am Main am vergangenen 10. Oktober den Tag der kolumbianischen Migranten. Der Tag etablierte sich als herzlicher Treffpunkt für Landsleute und ging über eine traditionelle Feier hinaus, um einen akademischen und sozialen Raum zur Stärkung der Diaspora zu schaffen.
Die akademische Agenda gliederte sich in drei Schlüsselvorträge für den aktuellen Kontext: „Führung und Fokus“, „Die Migrantin“ und „Migration und Klimawandel“ – Themen, die darauf abzielen, der Gemeinschaft Werkzeuge zur Bewältigung globaler Herausforderungen an die Hand zu geben.
RIDCA: Analyse zu Migration und Klimakrise
Das Forschungsnetzwerk der kolumbianischen Diaspora in Deutschland (RIDCA) war durch seine Ko-Leiterin, Carolina Arboleda, prominent vertreten. In ihrem Vortrag „Migration und Klimawandel“ bot Arboleda eine tiefgehende Analyse darüber, wie die Umweltkrise bestehende Anfälligkeiten der Bevölkerung verschärft und zu einem direkten Auslöser für verschiedene Formen der Zwangsmigration wird.
In ihrem Beitrag unterstrich sie die Dringlichkeit einer Stadtplanung, die Umweltaspekte und Menschenrechte integriert. Zudem forderte sie die Schaffung klarer und robuster Rechtsrahmen, sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene, um jene zu schützen, die aus ökologischen Gründen zur Migration gezwungen sind.
„La Voz Migrante“: Gestaltung öffentlicher Politik
Jenseits der Theorie beinhaltete der Tag mit dem Workshop „La Voz Migrante“ (Die Stimme der Migranten), der ebenfalls von Carolina Arboleda geleitet wurde, eine praktische Komponente. Dieser partizipative Raum ermöglichte es den Teilnehmern, Lebenserfahrungen auszutauschen und aus erster Hand Herausforderungen und Chancen an der Schnittstelle von Migration und Klima zu identifizieren.

Die aus dieser Übung hervorgegangenen Reflexionen und Schlussfolgerungen bleiben nicht nur auf dem Papier; sie werden als wertvolle Impulse für die konsularische Arbeit dienen und eine Grundlage für die Entwicklung öffentlicher Maßnahmen (Public Policy) bilden, die auf die Stärkung und den Schutz der kolumbianischen Diaspora im Ausland ausgerichtet sind.




