Tomás Aureliano Muñoz Pinilla
Schriftstellerin, Redakteurin, Literaturübersetzerin und Forscherin.
Akademisch gesehen sind die Themen, die mich beschäftigen, vielfältig. Ich beschäftige mich mit dem sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert, insbesondere mit der englischen, spanischen und lateinamerikanischen Kolonialliteratur. Ich glaube, dass die transatlantischen Literaturen von zentraler Bedeutung sind; was mich dort am meisten interessiert, ist die Schaffung einer Diskursivität von Zivilisation und Barbarei. Ich untersuche auch, wie der medizinische Humordiskurs Essayistik und Drama, insbesondere die Komödie, durchdringt und prägt. Darüber hinaus untersuche ich die Darstellung von Gewalt und Erzählungen über den Extraktivismus in kolumbianischen Romanen sowie in unserer Poesie im Allgemeinen, mit Schwerpunkt auf den 50er und 60er Jahren.
Der Barock ist eine Seinsweise, die mich akademisch und kreativ bewegt. Ich habe drei Gedichtsammlungen geschrieben, die auf der Suche nach einem Verlag oder einem Preis sind, und arbeite derzeit an einem Kurzroman. Ich schreibe, um gegen die Entfremdung der Lohnarbeit anzukämpfen, um die Realität des Anthropozäns zu verdauen und um mich mit der Erfahrung der Diaspora auseinanderzusetzen.
Als Übersetzerin arbeite ich mit den Kurzgeschichten von Joyce, Faulkner und Wilde, entweder in einem Kollektiv, allein oder in Workshops. Für private Aufträge habe ich auch aus dem Deutschen übersetzt, z. B. Schopenhauer.
Im Nachhinein bin ich Lektorin und bereite gerne Texte zur Veröffentlichung vor.